MAGDEBURG

Von 2017 bis 2023 war ich an über zehn Produktionen des „Polizeiruf 110“ in Magdeburg und Umgebung beteiligt.
Während dieser Zeit verbrachte ich oft mehrere Wochen am Stück vor Ort und erlebte die Stadt jenseits der bekannten Kulissen – in ihren Zwischenräumen, im Alltag und in Momenten, die Reiseführer selten zeigen.

Dreharbeiten zum "Polizeiruf 110"
Siedlung in Magdeburg
Universitätsbibliothek Magdeburg
Morgenstimmung an der Elbe
Industrieruinen in Magdeburgs
Gebäude mit Grafitti in der Aerosol Arena

Magdeburg – Eine Stadt im Dazwischen:
Zwischen Verlust, Nutzung und neuer Aufmerksamkeit


Magdeburger Architektur

Magdeburg blickt auf eine über 1200-jährige Geschichte zurück, die sich in seiner Architektur widerspiegelt. Als Kaiserpfalz unter Otto I. galt Magdeburg neben Konstantinopel als Machtzentrum, was monumentale Bauten förderte.

Heute verbindet Magdeburg mittelalterliche Sakralbauten, Barockstrukturen, Gründerzeitensembles mit sozialistischen Plattenbauten und zeitgenössischer Architektur zu einem facettenreichen Stadtbild, das stets zwischen Tradition und Innovation balanciert.

Alles zusammen formt die resiliente Identität dieser Elbestadt, die interessanter ist, als die meisten wissen. Deshalb gibt es hier bald auch einen Blog Artikel mit einer Reise durch die Magdeburger Architekturgeschichte.

Grüne Oasen

Fernab klassischer Sehenswürdigkeiten entfaltet Magdeburg eine stille, grüne Seite.
Im Rotehornpark oder abseits der Hauptwege des Elbauenparks findet man ruhige Abschnitte am Ufer mit weitem Blick auf den Fluss. Noch verwunschener wird es in der Kreuzhorst: In diesem naturbelassenen Auwaldgebiet liegt eine beinahe dörfliche Idylle, die viele Besucher überrascht.
Es sind Orte, die auch Einheimische zum Durchatmen nutzen – eine Stadt, die sich selbst genügt und nicht permanent um Aufmerksamkeit buhlt.

Kreative Nischen

Die fortwährende Zerstörung und Umformung der Stadt – oft als „Magdeburgisierung“ bezeichnet – hinterlässt nicht nur Brüche, sondern auch Freiräume. Räume, die mit bemerkenswerter Kreativität gefüllt werden. Auf diese Entwicklung gehe ich im begleitenden Blogbeitrag ausführlicher ein.

Im Nordosten der Stadt, etwa im Wissenschaftshafen, wurden alte Industriebauten von einer lebendigen Kunst- und Kulturszene wiederbelebt. In ehemaligen Fabrikhallen und Hafengebäuden haben sich Ateliers, Werkstätten und kleine Manufakturen angesiedelt.

Darüber hinaus ist über die ganze Stadt verteilt eine experimentierfreudige Kulturszene entstanden – Kunst ohne großen Druck, oft temporär, manchmal improvisiert, aber fast immer überraschend. Einige dieser Orte finden Sie im Infoblock.

„Wer die Börde hat, braucht keine Herde.“
– Magdeburger Sprichwort


„Magdeburg hält Stand wie seine Dome.“
Magdeburger Redensart

Magdeburger Dom mit Elbe im Vordergrund
Beleuchteter Hauseingang mit Fassade darüber
Reiterstandbild mit moderner Kunst
Theater an der Angel, Magdeburg

Kunst & Gestaltung

Forum Gestaltung – Ehemalige Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in der Brandenburger Straße. Heute ein Zentrum für Ausstellungen, Design und kulturelle Bildung mit regelmäßig wechselndem Programm.

Kunstkombinat MD – Ateliers und Arbeitsräume für freie Künstler in einer ehemaligen Fabrikhalle im Wissenschaftshafen. Offene Aktionen und Ausstellungen, oft in Kooperation mit lokalen Initiativen.

Musik & Klang

Kulturwerk Fichte – Ehemalige Maschinenfabrik, heute genutzt für Konzerte, Partys, Ausstellungen und Ateliers. Rau und authentisch.

FEUERWACHE Magdeburg – Alte Feuerwache, umgewandelt in einen soziokulturellen Treffpunkt für Konzerte, Lesungen und Theater.

AMO – Ein Stück DDR-Geschichte: Konzerte und Veranstaltungen in den denkmalgeschützten Sälen eines der ersten Kulturhäuser der Nachkriegszeit (erbaut 1951).

Theater & performative Kunst

Theater an der Angel
Unabhängiges Theater mit experimentellen Inszenierungen und eigenem Charme in historischem Gebäude.

OFF-Theater & Freie Szene
Projekte wie das Theater Fragil oder das Festival Theaterformen bespielen gezielt ungewöhnliche Orte – von Kaufhäusern bis zu Industriebrachen.



„In der Leere liegt die Kraft.“
– Otto von Guericke

„Die Wahrheit ist konkret, und konkret ist die Tat.“
– Erich Weinert

„Musik ist die schönste Sprache der Welt, denn sie bedarf keiner Übersetzung.“
– Georg Philipp Telemann

Magdeburger Hubbrücke über die Elbe
Kreuzung Otto-von-Guericke-Straße / Ernst-Reuter-Allee bei Nacht mit Wohngebäuden im "Zuckerbäckserstil"

„Plan & Go“ Info-Box

Um Ihnen einen direkten Zugriff auf offizielle Fakten und Daten der dargestellten Stadt zu ermöglichen, nutzen Sie bitte die bereitgestellten Links. Der Link zum Auswärtigen Amt liefert wichtige Hinweise zu Reiseformalitäten und Sicherheit. Einen umfassenden Überblick über Basisinformationen bietet Wikipedia. Detailliertere Einblicke und Inspirationen finden Sie auf der offiziellen Tourismusseite.

Für alle weiteren Anliegen oder eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an mich. Entweder allgemeiner Natur über den Link zur Kontaktseite oder wählen Sie direkt auf der Seite Reiseprofile Ihr bevorzugtes Profil aus – wo jedem Profil ein eigener Fragebogen für Ihre Wünsche hinterlegt.